Mainburger Theater-Donnerstag 2025/2026

Auch in der Saison 2025/2026 lädt die Stadt Mainburg zur beliebten Veranstaltungsreihe „Theater-Donnerstag“ in den LSK-Saal ein. Ab dem 25.09.2025 dürfen sich Kulturbegeisterte wieder auf sechs unterhaltsame Abende mit Kabarett, Comedy und Satire freuen – pointiert, abwechslungsreich und nah am Puls der Zeit. Wer sicher Dabeisein möchte, sollte sich frühzeitig um ein Abonnement bemühen – die Plätze sind begehrt.

Details:

• Termine: 6 Termine,1x im Monat, Do. 20.00 Uhr
• Ort:LSK-Theater, Am Sportplatz 3, Mainburg
• Preise: Saison-Abo 96 Euro / Einzelkarte 18 Euro / Abendkasse 20 Euro
• Veranstalter: Stadt Mainburg, Tel. 08751 704104

Weitere Informationen zum Programm:
www.mainburg.de/theaterdonnerstag

 

Programm 2025/2026

25.09.2025 – Brustmann – Schäfer – Horn: Isara Rapidus:

Zum Auftakt der neuen Reihe begegnen sich drei musikalische Lebenswege auf einer Bühne: Der Sänger und Texter Sebastian Horn („Dreiviertelblut“, „Bananafishbones“) kehrt zu seinen Wurzeln zurück – zu den alten bayrischen Volksliedern, mit denen er aufgewachsen ist. Josef Brustmann, langjähriges Mitglied des Bairisch Diatonischen Jodelwahnsinns, brilliert als Kabarettist zwischen Klassik, Volksmusik und messerscharfer Wortkunst. Der virtuose Jazzbassist Benni Schäfer verbindet die beiden – und sich selbst – zu einem Trio, das bewusst nicht als Männerdreigesang auftritt, sondern als Drei-Männer-Gesang: kraftvoll, zart, abgründig schön.

Mit Zither, Bass und Gitarre bringen sie neue eigene Lieder und altes Liedgut auf die Bühne – leidenschaftlich, geheimnisvoll, manchmal wild, nie kitschig. Eine „ganz eine uneitle Partie“, die das bayrische Erbgut leuchten lässt – und dabei auch dunkle, erotische und magische Töne nicht scheut. Ein außergewöhnlicher Abend mit Tiefgang, Groove und echtem musikalischen Herzblut.

23.10.2025 – Kathi Wolf: Klapsenbeste:

Kathi Wolf ist Psychologin – und selbst ihre beste Kundin. In ihrem aktuellen Programm „Klapsenbeste“ verbindet sie Stand Up Comedy mit politischem Kabarett und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Ob Therapieplatzmangel, gesellschaftliche Stigmatisierung psychischer Erkrankungen oder die absurde Selbstoptimierung im Netz – Wolf zeigt auf unterhaltsame, kluge und scharfzüngige Weise, wie verrückt die „Normalität“ manchmal ist. Mit Wortgewandtheit und einem feinen Gespür für gesellschaftliche Schieflagen stellt sie unbequeme Fragen.

Die selbsternannte Klapsenbeste erzählt mit Mut und Humor von ihren und gesellschaftlichen „Special Effects“, steigt gern auch mal mit dem Patriarchat in den Ring und bringt psychologisches Fachwissen pointiert auf die Bühne. Ein rasanter Abend mit Tiefgang, Lachen und einem klaren Fazit: Humor ist eine Therapieform.

27.11.2025 – Stefan Kröll: Schee wuid:

Wild wird’s – und schön noch dazu: In seinem neuen Kabarettprogramm „Schee wuid“ nimmt Stefan Kröll das Publikum mit auf eine rasante Reise durch schräge Gedankenwelten, überraschende Querverbindungen und thematische Brüche. Es ist bereits das siebte Programm des unermüdlichen Optimisten aus dem Rosenheimer Land und es sprüht vor kreativen Einfällen, schrägem Humor und handgemachter Musik.

Mit liebevoll absurden Bildern, feinem Gespür für Sprache und einem Augenzwinkern hält Kröll den Schwarzsehern in „Mecker-Deutschland“ den Spiegel vor. Doch statt zu polarisieren, schafft er es, mit Charme und Leichtigkeit die Freude am Leben aufblitzen zu lassen. Wie schon in seinem Erfolgsprogramm Aufbruch! gelingt ihm der Spagat zwischen Gesellschaftskritik und positiver Energie. Am Ende geht man mit neuen Lachfalten und einem Lächeln nach Hause. Ein Abend voller Lebensfreude und überraschender Perspektiven.

29.01.2026 – Reisegruppe Ehrenfeld: Das Ziel ist auch nicht die Lösung:

Maja Lührsen und Theo Vagedes sind nicht nur ein Kabarett-Duo, sondern auch passionierte Tourenradler. Sie nehmen ihr Publikum mit auf eine ebenso humorvolle wie poetische Reise quer durch Südamerika. Ihr Programm vereint Kabarett, Comedy, Musik und Projektion – eine multimediale Tour von Lima bis ans Ende der Welt. Zwischen Falthocker und Schlafsack, Choreografie und Diskussion werden große Themen verhandelt: Energie, Wasserrechte, Fahrradflicken und die Frage, ob Nescafé mit Kaffeeweißer schon als Flat White zählt. Mit viel Selbstironie und ganz ohne Panflöte entlarven die beiden den Alltagswahnsinn auf globaler Bühne.

Begleitet von großformatigen Bildern und schrägem Witz ist „Das Ziel ist auch nicht die Lösung“ ein kabarettistischer Fernblick mit Tiefgang und Tempo und ganz sicher eine der ungewöhnlichsten Reisen, die je auf der Bühne stattfand: Ein Abend zwischen Fernweh, Beziehungswitz oder Radlerromantik – und ein völlig neues Genre, was auf spektakuläre Weise über den heimischen Tellerrand blicken lässt.

26.02.2026 – HG. Butzko: Der will nicht nur spielen:

Schwarz oder Weiß, Jung gegen Alt, Stadt gegen Land – die Welt scheint gespalten wie nie. Doch mittendrin steht HG. Butzko, der Erfinder des Kumpelkabaretts, bekannt aus allen großen Satiresendungen und Träger sämtlicher renommierten Kleinkunstpreise. Butzko analysiert, hinterfragt und kommentiert die gesellschaftlichen Abgründe mit bissigem Humor und messerscharfer Logik.

Mit nichts als einem Stehtisch, klarem Verstand, ohne Gedöns, stellt sich Butzko dem Irrsinn unserer Zeit. Denn in einer durchpolarisierten Welt, in der sich zwei Seiten permanent gegenseitig anpöbeln, kennt der Gelsenkirchener Hirnschrittmacher keine Verwandten und keine Gnade, schont weder die eine, noch die andere Seite, und schon gar nicht sich selbst. Als Lohn dafür wird er von beiden Seiten angepöbelt. Oder mit anderen Worten: Wer mal am eigenen Leib erfahren will, wie sich ein Leberkäse zwischen zwei Brötchenhälften fühlt – Herzlich willkommen im neuen Kabarett von HG. Butzko, denn: Der will nicht nur spielen.

19.03.2026 – Christl Sittenauer: Komplizin:

Christl Sittenauer tourt auch ohne ihr Ensemble der Lach- und Schießgesellschaft durch den deutschsprachigen Raum. Sie erzählt in ihren Programmen, warum Handtaschen gefährlich sind, warum Frauen keine Stabilisierungsstange beim Fahrrad brauchen und warum rote Lippen ihr geholfen haben, sich nach dem Abitur für ein Mathestudium zu entscheiden. Schnell, spitzfindig und zum Teil auch noch live improvisiert, zeigt Sie was in ihr steckt.

 

Neue LSK-Jugendgruppe startet

Lust auf Theater und alles, was dazu gehört? Für Kinder der Jahrgänge 2014 und 2015 startet im LSK-Theater Mainburg eine neue Jugendgruppe. In den wöchentlichen Gruppenstunden und im Theaterjahr gibt es viel zu erleben: Lerne alles rund um die Bühne kennen, mach mit deiner Gruppe tolle Spiele, komm‘ mit ins Sommer-Zeltlager! Schau den Technik-Freaks über die Schulter und lerne etwas über Licht, Ton, Filmen und Fotografieren. Möchtest Du lernen, wie man Theatermasken zaubert? Auch da kannst Du hineinschnuppern. Oder komm einfach in den „LSKeller“, um eine gute Zeit mit deinen neuen Freunden zu haben.

Das erste Treffen findet am Sa. 20.09.2025, 13:00 Uhr im LSK-Theatersaal (Am Sportplatz 3, Mainburg) statt. Die neuen Gruppenleiter Iara Huber und David Rank, sowie der LSK-Jugendleiter Sebastian Altmann stellen sich vor und beantworten deine Fragen. Auch deine Eltern sind herzlich willkommen.

 

Anfänger-Workshop im Paartanz

Tanzabteilung im TSV Mainburg bietet Anfänger-Workshop

Die Ballsaison kommt mit großen Schritten näher. Ihr wollt dabei auf dem Parket eine gute Figur machen? Dann ist der Workshop für Anfänger, Wiedereinsteiger und Auffrischer für Standard- und Lateintänze da genau die richtige Vorbereitung.

Details:

• So. 21.09.2025, Ersttreffen ab 16.30 Uhr
• 6 Abende, jeweils 17.00 – 18.00 Uhr
• Weitere Termine: 28.09. / 05.10. / 12.10. / 19.10. / 25.10.2025
• Ort: TSV Turnhalle, Am Gabis 1, Mainburg
• keine Vorkenntnisse erforderlich
• Turnhallen geeignete Schuhe mitbringen
• Infos: Tel. 08753 574 und online www.tsv-mainburg.de/de/sportangebot/sportangebote-und-abteilungen/tanzen

 

15. Regionaler Bauernmarkt 2025 in Mainburg

Vormerken: 15. Regionaler Bauernmarkt am Sa. 27.09.2025, 08.00 – 14.00 Uhr

Mit dem Hallertauer Einkaufsführer und dem jährlichen Regionalen Bauernmarkt will die ÖDP Mainburg landwirtschaftliche Kleinbetriebe und Direktvermarkter aus der Region tatkräftig unterstützen.

Zum 15. Mal seit 2011 organisiert die ÖDP Mainburg am Sa. 27.09.2025, 08.00 – 14.00 Uhr einen Markttag am Griesplatz, um das vielfältige regionale und teils auch ökologisch hergestellte Angebot der Hallertauer Landwirte bekannt zu machen.

Neben dem bewährten Angebot gibt es auch einige Neuzugänge, unter anderem präsentiert ein Straußenhof seine Produkte. Daneben sind Vereine und Organisationen wie die Kitzretter Hallertau e.V., der Landesbund für Vogelschutz, die Fairtrade-Gruppe Mainburg und der Bund Naturschutz vor Ort. Auch die Hallertauer Bier- und Hopfenhoheiten haben bereits einen Besuch zugesagt.

Wie immer werden die Organisatoren des ÖDP Ortsverbandes ein interessantes Rahmenprogramm auf die Beine stellen. Neben Speis und Trank wird es wieder ein Kinderprogramm, ein attraktives Gewinnspiel sowie einen familien- und tiergerechten Streichelzoo geben.

Alle Besucher des Bauernmarktes erhalten zudem kostenlos den „Hallertauer Einkaufsführers“ mit 48 Direktvermarktern. Eine Online-Version, in den sich interessierte Direktvermarkter jederzeit eintragen lassen können –  findet ihr unter: www.hallertauer-einkaufsfuehrer.de

 

Anmeldung für Bauernmarkt

Direktvermarkter, Landwirte, sowie Anbieter von selbst hergestellter Handwerkskunst aus der Hallertau, die die letzten Jahre noch nicht mit einem Stand vertreten waren, können sich zur Teilnahme am regionalen Bauernmarkt bei Annette Setzensack melden: E-Mail info@oedp-mainburg.de / Tel. 08751 810141

 

Kostenloses Fahrertraining für Senioren

Die Verkehrswacht Mainburg lädt zu einem Fahrsicherheitstraining für die Generation 50+ ein. Bei kostenlosem Kaffee und Kuchen in der Kantine von Leipfinger-Bader werden allgemeine Verkehrssituationen, Neuerungen im Verkehrsrecht vermittelt und aktuellen Sicherheitssysteme in den Fahrzeugen wie ABS, Abstandswarner, Spurhalteassistent oder Einparkhilfe erklärt.

Danach findet das praktische Training auf dem Betriebsgelände mit erfahrenen Moderatoren statt. Vorab werden allgemeine Einstellungen am PKW gezeigt, wie die richtige Position von Kopfstütze, Spiegel, Sitz und Lenkrad. Danach folgen leichte Slalomfahrt, vorwärts und rückwärts einparken und Gefahrenbremsung. Die Übungen sind dem Alter der Teilnehmer angepasst und werden mit den eigenen Fahrzeugen durchgeführt.

Details:

• Sa. 04.10.2025, 14.00 – 16.30 Uhr
• Ort: Ziegelwerk Leipfinger-Bader, Puttenhausen
• Teilnahme kostenlos
• Anmeldung: Peter Zehentmeier, Tel. 08751 876740 oder 0160 99182710, E-Mail verkehrswacht-mainburg@gmx.de

Die Aktion wird von Leipfinger-Bader und Straßen- und Tiefbau Stefan Schweiger unterstützt.

Foto: Peter Zehentmeier

 

Abendveranstaltung „Bürgerdialog Seniorenpolitik Landkreis Kelheim“

Am Do. 11.09.2025, 17.00 Uhr lädt die Seniorenstelle im Landkreis Kelheim zu Mini-Messe und Bürgerdialog ins Landratsamt Kelheim ein.

 

Mini-Messe

Ab 17.00 Uhr startet die Mini-Messe im Kleinen Sitzungssaal zu seniorengerechten Quartierskonzepten und altersgerechten Wohnformen. An verschiedenen Ständen werden Beispiele vorstellt, wie Umfelder so gestalten werden können, dass die alternde Bevölkerung lange Zuhause wohnen und am sozialen Leben teilhaben kann. Hier kann man Anlauf- und Beratungsstellen im Landkreis Kelheim finden.

 

Bürgerdialog Seniorenpolitik

Ab 18.00 Uhr beginnt der Bürgerdialog Großen Sitzungssaal mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sowie Kreisräten und Experten aus der Seniorenarbeit. Seniorinnen und Senioren können in direkten Austausch treten, themenbezogene Anliegen und Problemstellungen vorbringen und diskutieren. In Kleingruppen kann dann auch an Einzelthemen, Ideen und Entwürfen gearbeitet werden.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

 

Bei Fragen: Christian Gabler, Seniorenbeauftragter, Tel. 09441 2071040, E-Mail christian.gabler@landkreis-kelheim.de

 

Foto: gpointstudio, freepik

 

Frauengesundheit on Tour im Landkreis Kelheim

Fortsetzung der Vortragsreihe mit Schwerpunkt Wechseljahre – Start 10.09.2025

Die Wechseljahre betreffen alle Frauen im Laufe ihres Lebens und markieren einen natürlichen Lebensabschnitt, der mit körperlichen und seelischen Veränderungen einhergeht. Dennoch sind sie nach wie vor ein Thema, das oft mit Unsicherheiten, Informationslücken oder gesellschaftlichen Tabus belegt ist. Mit der Fortsetzung der Vortragsreihe „Frauengesundheit on Tour im Landkreis Kelheim“ greift die Gesundheitsregionplus Landkreis Kelheim dieses wichtige Thema auf und knüpft zugleich an den vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention (StMGP) ausgerufenen Präventionsschwerpunkt Frauengesundheit an.

 

Vielfältige Themen

In Zusammenarbeit mit verschiedenen regionalen Partnern werden insgesamt fünf informative Vorträge angeboten, die unterschiedliche Aspekte der Frauengesundheit in den Wechseljahren beleuchten. Ziel ist es, ein stärkeres Bewusstsein für frauenspezifische Gesundheitsfragen zu schaffen – fundiert, verständlich und alltagsnah. Von Beschwerden in den Wechseljahren und möglichen Behandlungsmethoden über eine ausgewogene Ernährung in dieser sensiblen Lebensphase bis hin zu Knochen- und Beckenbodengesundheit: Die Themenvielfalt spiegelt die unterschiedlichen Herausforderungen wider, mit denen Frauen in dieser Zeit konfrontiert sind. Die Veranstaltungen finden an verschiedenen Standorten im Landkreis statt und richten sich an alle interessierten Bürgerinnen.

 

Termine:

  • 10.09.2025, 18:00 Uhr: Wechseljahresbeschwerden und Hormonersatztherapie (Pfarrheim, Hintere Marktstraße 3, 84085 Langquaid)
  • 09.10.2025, 18:00 Uhr: Mit Genuss durch die Wechseljahre – wie Ernährung Körper und Seele stärkt (Haus des Gastes, Marktplatz 1, 93339 Riedenburg)
  • 23.10.2025, 18:00 Uhr: Gesunder Beckenboden – fit und sicher im Alltag mit dem Tanzberger-Konzept (Aventinum, Osterriedergasse 6, 93326 Abensberg)
  • 04.11.2025, 18:00 Uhr: Knochengesund durchs Leben: Was Frauen über Osteoporose wissen sollten – und wie Bewegung hilft (Kurhaus, Kaiser-Karl-V.-Allee 5, 93077 Bad Abbach)
  • 10.12.2025, 18:00 Uhr: Mit Genuss durch die Wechseljahre – wie Ernährung Körper und Seele stärkt (Gemeindehaus, Mitterweg 23, 84048 Mainburg)

• Teilnahme kostenlos
• keine Anmeldung erforderlich

Weitere Infos: www.gesundheitsregionplus-kelheim.de

Foto: Landkreis Kelheim, online

 

Hopfenpflanzerverband gibt Ernteschätzung 2025 ab

Die Hopfenbestände in Deutschland haben in 2025 ein regelrechtes Auf und Ab durchlebt. Wetterextreme und Krankheiten machte dem Hopfen zu schaffen. Insgesamt wird aber in Deutschland eine nur leicht unterdurchschnittliche Hopfenernte 2025 erwartet.

 

Im Bild (v.l.n.r.): Dr. Erich Lehmair, Geschäftsführer Verband Deutscher Hopfenpflanzer e.V.; Adi Schapfl, Präsident Verband Deutscher Hopfenpflanzer e.V.; Karl Pichlmeyer, Stellvertretender Vorsitzender Verband Deutscher Hopfenpflanzer e.V. / Foto: Hopfenpflanzerverband

 

Jahresrückblick 2025

Im zweiten Jahr in Folge nahm die deutsche Hopfenfläche in 2025 ab. Nach einem moderaten Rückgang um 1,6 % im Vorjahr verlor der deutsche Hopfenanbau in 2025 sogar 6,5 % seiner Fläche. 1.326 Hektar wurden gerodet und 44 Hopfenbaubetriebe haben ihre Hopfenproduktion eingestellt. Die verbliebenen 18.961 Hektar deutscher Hopfen werden 2025 von 965 Betrieben in sechs Bundesländern bewirtschaftet. Damit ist Deutschland der größte Hopfenproduzent weltweit und repräsentiert etwa 35% der weltweiten Hopfenfläche. Der deutliche Rückgang der deutschen Hopfenproduktion und ebenfalls der in anderen wichtigen Ländern ist eine Reaktion auf die in wichtigen Marktsegmenten vorherrschende Überproduktion. Angesichts einer stagnierenden oder gar rückläufigen Bierproduktion in wichtigen globalen Biermärkten kommt der Export von deutschen Hopfen ebenso wie die Inlandsnachfrage ins Stocken, so dass die Produktion reduziert werden muss.

Die Witterungsbedingungen waren 2025 für den deutschen Hopfen nicht optimal, weil es bis Mitte Juli zu wenig geregnet hatte und deshalb die Entwicklung der Hopfen unterdurchschnittlich war. Der Regen setzte dann Ende Juli in den meisten Hopfenanbaugebieten ein und konnte vor allem bei später reifenden Hopfensorten noch Entwicklungsdefizite zum Teil wettmachen. Trotzdem wird in den deutschen Anbaugebieten derzeit von einer leicht unterdurchschnittlichen Hopfenernte 2025 ausgegangen.

Der Krankheits- und Schädlingsdruck führte in einigen Betrieben und ganzen Regionen zu großen Problemen. Peronospora Primärinfektionen, hohe Blattlauspopulationen und ebenso Spinnmilbenbefall erforderten hohe Anstrengungen beim Pflanzenschutz. Mit gemeinsamen Anstrengungen von Hopfenpflanzern, Hopfenberatung, Hopfenpflanzerverband und Behörden konnte die hohe Qualität deutscher Hopfen auch in 2025 überwiegend abgesichert werden, auch wenn einzelne Hopfenpartien und deren erreichte Qualität unter den widrigen Umständen gelitten haben.

 

Ernteschätzung 2025

Der Gehalt an Alphasäure im Hopfen, die für die Bierbittere verantwortlich sind, kann aktuell noch nicht eingeschätzt werden.

Die offizielle Hopfenernteschätzung im Anbaugebiet Hallertau fand am 20. und 21. August 2025 statt. Auf einer Gesamtanbaufläche von 15.680 ha wurde ein Ertrag von 35.500 t (710.000 Ztr.) geschätzt. In den übrigen Anbaugebieten wurden ebenfalls in den vergangenen Tagen die Schätzungen vorgenommen. In Tettnang werden 2.598 t (51.950 Ztr.), in Elbe-Saale 2.498 t (49.958 Ztr.) sowie in Spalt 598 t. (11.960 Ztr.) erwartet. Im Anbaugebiet Bitburg beläuft sich die geschätzte Erntemenge für 2025 auf 42 t (836 Ztr).

Dies ergibt eine Gesamtmenge von 41.235 t. (824.704 Ztr.) für das Bundesgebiet und liegt damit etwa 11 % Prozent unter der Erntemenge 2024.

Verglichen mit den durchschnittlichen Erträgen der letzten 10 Jahre hätte man in 2025 für Deutschland etwa 42.580 t erwarten können. Das bedeutet für 2025 wird eine Erntemenge um 3,2 % unter einer Durchschnittsernte erwartet.

Der Hopfenmarkt ist seit mindestens zwei Jahren bereits geprägt von einer strukturellen Überversorgung bei wichtigen Hopfensorten. Vor allem in den weltweit größten Hopfenbaunationen Deutschland und USA hat das zu Flächenreduzierungen geführt. Mit dem Flächenrückgang reagieren die Hopfenpflanzer auf schlechte Preise und geringe Vermarktungschancen. Die kurzfristigen Aussichten sind dabei nicht rosig: Angesichts eines rückläufigen Bierkonsums ist mit einer weiteren Abnahme beim Hopfenbedarf zu rechnen. Die Folge sind weiterhin Preise unter Druck und eine weitere Reduktion der Hopfenfläche bis Angebot und Nachfrage wieder in Einklang stehen.

 

Grafik: Verband Deutscher Hopfenpflanzer e.V.

 

Audiotouren für die Hallertau

Kick-Off im Deutschen Hopfenmuseum bringt Projektpartner aus vier Landkreisen zusammen

Mit einem gemeinsamen Auftakttermin am 24.07.2025 im Deutschen Hopfenmuseum ist das LEADER-geförderte Projekt „Das digitale Hallertau Erlebnis“ offiziell gestartet. Ziel des Projekts ist es, die Kultur, Geschichte und Hopfenkompetenz der Region Hallertau auf moderne Weise hörbar zu machen – über digitale Audiotouren, die ab dem kommenden Jahr in mehreren Gemeinden verfügbar sein sollen.

Beim Kick-Off-Treffen kamen Projektpartner aus den vier beteiligten Landkreisen Pfaffenhofen, Freising, Kelheim und Landshut sowie Vertreterinnen und Vertreter der Lokalen Aktionsgruppen zusammen. Für den Projektträger Hopfenland Hallertau Tourismus e.V. begrüßte Projektleiterin Carolin Meinhold die Teilnehmenden und stellte den Projektverlauf vor.

„Mit dem digitalen Hallertau Erlebnis schaffen wir einen neuen Zugang zur Geschichte und Kultur unserer Region – verständlich, emotional und direkt vor Ort erlebbar“, so Meinhold.

Geplant sind vier Audiotouren – zwei als Stadtrundgänge in Wolnzach und Mainburg, zwei als Radrundtouren durch mehrere Gemeinden der Region. Eine Tour führt von Rudelzhausen über Au i. d. Hallertau und Nandlstadt bis nach Freising, die zweite verläuft durch das Gebiet der ILE Holledauer Tor von Furth über Hohenthann, Pfeffenhausen, Weihmichl, Obersüßbach und Bruckberg bis nach Rottenburg a.d. Laaber.

Über eine App sollen Nutzer:innen künftig beim Spazieren oder Radeln Geschichten aus der Region hören: über Hopfenanbau, Braukultur, lokale Persönlichkeiten und kulturelle Besonderheiten, erzählt durch professionelle Sprecher:innen und ergänzt mit O-Tönen und Musik.

Das Projekt ist ein Beispiel für gelungene interkommunale Zusammenarbeit. Die Umsetzung wird durch Mittel aus dem europäischen Förderprogramm LEADER sowie durch Beiträge der beteiligten Gemeinden ermöglicht.

In den kommenden Monaten erfolgt die inhaltliche Ausarbeitung. Erste Ergebnisse sind für Sommer 2026 geplant.

 

Im Bild: Die Projektbeteiligten aus vier Landkreisen sowie Vertreterinnen der beteiligten Lokalen Aktionsgruppen trafen sich zum offiziellen Projektstart im Deutschen Hopfenmuseum in Wolnzach. / Foto: Hopfenland Hallertau Tourismus e.V.

 

BarthHaas-Bericht 2025 – Hopfenwirtschaft kämpft mit Überschüssen

Der strukturelle Wandel in der Hopfenbranche mit sinkenden Anbauflächen und zugleich einer Überversorgung des Marktes hat sich auch 2024 fortgesetzt: Die weltweite Hopfenanbaufläche ging das dritte Jahr in Folge zurück – von 2023 auf 2024 allein um 7,7 Prozent auf 55.715 Hektar. Das geht aus dem BarthHaas-Bericht 2024/2025 hervor, den der weltweit führende Hopfenspezialist im Rahmen einer Online- Pressekonferenz am 22. Juli vorstellte.

Dabei stieg Deutschland wieder an die Spitze der Hopfenanbauländer auf, da sich der Flächenrückgang in Deutschland aufgrund bestehender Vorverträge verzögerte. 2024 wurden in Deutschland lediglich 1,6 Prozent der Flächen aufgegeben. In 2025 wird nur noch auf 18.962 Hektar Hopfen angebaut, was einem Rückgang von 7 Prozent entspricht. Stilllegungen in gravierendem Umfang trafen indessen die USA, wo die Anbauflächen um fast 18 Prozent auf 18.513 Hektar im Jahr 2024 sanken. Mit großem Abstand auf Platz 3 positioniert sich weiterhin Tschechien mit 4.845 Hektar.

 

Erntemenge schrumpft weltweit

In geringerem Ausmaß – mit -3,9 Prozent auf 113.528 Tonnen – war auch die globale Erntemenge 2024 rückläufig. Dennoch stieg der Gehalt an Alphasäure im Hopfen leicht an – um 1,0 Prozent auf 11.912 Tonnen. Im weltweiten Durchschnitt lag er bei der Ernte des vergangenen Jahres bei 10,5 Prozent, nach 10,0 Prozent im Vorjahr. Wie 2023 verschob sich bei Ernte- und Alpha-Ertrag auch 2024 das Verhältnis von Aromahopfen zu Bitterhopfen zu Gunsten des Bitterhopfens.

Die Alphasäure ist der für das Bierbrauen wichtigste Bestandteil des Hopfens und für die Bittere des Biers verantwortlich. Hopfenpflanzer verkaufen ihre Hopfen zum Teil auf Basis der gelieferten Alphamenge, und in den Verträgen mit den Brauereien ist die Alphasäure ebenfalls häufig ein Preisfaktor.)

 

Zahl der Hopfenbauern geht zurück

Im Zuge des Strukturwandels setzte sich auch 2024 die Branchenkonzentration weiter fort: In Deutschland stellten weitere 31 Hopfenpflanzer die Produktion ein. Die durchschnittliche bewirtschaftete Anbaufläche der verbliebenen 1.009 Betriebe stieg 2024 um 0,3 Hektar auf auf 20,1 Hektar.

Damit kommt der Wandel aber noch nicht zu seinem Ende: „Der Markt bleibt weiterhin strukturell überversorgt und die Hopfenwirtschaft kämpft mit Überschüssen, die zwar weitestgehend vorvertraglich verkauft, aber nicht verbraucht sind“, erläutert Heinrich Meier, der Verfasser des BarthHaas-Berichts. „Weitere Flächenreduzierungen sind daher unumgänglich, um den Markt wieder ins Gleichgewicht zu bringen.“

 

Biere mit weniger Hopfen bevorzugt

Der sinkende Bedarf an Hopfen erklärt sich durch einen weltweit veränderten Biermarkt: „Der Trend zu Mainstream-Bieren sowie alkoholfreien und -armen Varianten setzte sich 2024 fort und gewann sogar noch an Dynamik“, erklärt Thomas Raiser, Geschäftsführer von BarthHaas. „Diesen Bierstilen wird im Allgemeinen weniger Hopfen zugesetzt.“

Auch im Craftbier-Segment ist eine sinkende Hopfendosierung zu beobachten, zum einen aufgrund der vermehrten Verwendung effizienter Hopfenprodukte, zum anderen durch den Wandel hin zu untergärigen, klassischen Bierstilen mit moderaterem Hopfeneinsatz.

Neben den veränderten Trends spielen, insbesondere in den traditionellen Bierländern der westlichen Industrienationen, weitere Faktoren eine Rolle für die rückläufige Hopfennachfrage: eine alternde Bevölkerung, der Wettbewerb durch eine deutlich gewachsene Getränkevielfalt und nicht zuletzt eine sinkende Kaufkraft in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.

 

Verlässlicher Unterstützer in schwierigen Zeiten

Das Marktumfeld bleibt also herausfordernd: Eine schwächelnde und zunehmend kostenbewusste Nachfrage seitens der Brauindustrie, die auf günstige Marktpreise hofft, trifft auf steigende Produktionskosten, bedingt durch Inflation bei Energie, Betriebsmitteln und Löhnen.

BarthHaas ist in dieser Situation als exzellenter Kenner der Entwicklungen im Bier- und Getränkesektor mehr denn je ein verlässlicher Unterstützer seiner Lieferanten und Kunden. „Wir zeigen Brauereien und anderen Getränkeherstellern, wie sie aktuelle Trends für sich nutzen können“, so Thomas Raiser. „Hopfen ist eine ganz besondere Zutat – er kann der Schlüssel für Vielfalt, Clean-Label-Produkte und geschmacksentscheidend für wachstumsstarke No & Low-Kategorien sein.“