Neues FRANNS Magazin August 2025

Auf dem FRANNS Magazin Cover August 2025 präsentieren wir euch die 10. Hallertauer Bierkönigin 2025/2026 Lisa Massier. Sie repräsentiert nun das in der Hallertau gebraute Bier für ein Jahr – in der Region und darüber hinaus.

Was es sonst noch im neuen FRANNS Magazin August 2025 zu entdecken gibt:

KulturBräu 2025
• SommerNachtsRauschen
• Lesesommer der Stadtbibliothek
• viele Eventfotos
• Bänder-Aktion 1200 Jahre Mainburg
• Veranstaltungskalender
• Theater-Donnerstag 2025/2026
… und viele mehr!

 

Holt euch die aktuelle Ausgabe des Mainburger Stadtmagazins an zahlreichen Auslagestellen in und um Mainburg – gratis! Danke an Brigitte Heindl und Thomas Exner für die Unterstützung bei der Verteilung.

 

Über das FRANNS Covermodel

Es ist wieder soweit – Mainburg hat eine neue Hoheit: Die Hallertauer Bierkönigin 2025/2026 heißt Lisa Massier und kommt aus Mainburg. Die gelernte Schreinerin arbeitet in einem Familienbetrieb in Aiglsbach. Ihr Herz schlägt zu 100% für die Feuerwehr Mainburg und das BRK Mainburg. Denn für sie gibt es nichts Wichtigeres, als Menschen in Not zu helfen. Ihre Leidenschaft zeigt sich auch in der Wahl der Location für ihr FRANNS-Coverfoto: Die Feuerwache Mainburg.

Die 19-Jährige wollte Bierkönigin werden, da sie nicht nur das Hallertauer Bier liebt, sondern auch stolz auf ihre Heimat ist. Für sie gibt es nichts Schöneres, als Mainburg zu repräsentieren und zu zeigen, was Mainburg und die Hallertau zu bieten haben und was unser gutes Bier ausmacht. Sie freut sich auf viele spannende Tage in ihrem Amt und auf viele neue Bekanntschaften und den Heimatstolz in die Welt hinauszutragen. Wir wünschen Lisa ein unvergessliches Jahr als Bierkönigin!

 

Cover-Shooting by

Milla Curtis / The Sour Cherry Fotostudio
www.millacurtis.com 
www.instagram.com/millacurtisphotography

 

 

 

Theresa Eisenrieder ist neue Hallertauer Hopfenkönigin 2025/2026

Großer Andrang zum Wahlabend zur Hallertauer Hopfenkönigin

Auch in 2025 war die Anfrage nach Platzkarten zur Wahl der Hallertauer Hopfenkönigin auf dem Volksfest in Wolnzach wieder größer als im Vorjahr. Schon lange kann nicht mehr jeder Wunsch erfüllt werden, weil schlichtweg immer mehr Besucher kommen wollen als Plätze zur Verfügung stehen.

Im Bild (v.l.n.r.): Das neue Hallertauer Dreigestirn am Wahlabend in Wolnzach. Die Hopfenprinzessin Anna Kappelmeier, die Hallertauer Hopfenkönigin Theresa Eisenrieder, die Vize-Hopfenkönigin Franziska Mitterhuber. Foto: Pokorny Design

Am Montagabend, 11.08.2025 drängten sich etwa 2.500 Besucher in die Volksfesthalle in Wolnzach. Bereits Wochen davor wurde in der Tagespresse über die drei jungen Frauen berichtet, sie haben sich auf Veranstaltungen in der Hallertau persönlich vorgestellt und in Kurzfilmen in den sozialen Medien präsentiert. So konnten sich die stimmberechtigten Hopfenpflanzer und andere geladene Gäste bereits einen ersten Eindruck zu den Bewerberinnen verschaffen.

Am Wahlabend dann stieg die Aufregung bei den Kandidatinnen ebenso wie die Stimmung im Volksfestzelt und auch die Spannung, wer den Thron für die kommenden zwölf Monate besteigen würde. Durch den Abend führte Alexander Nadler, der amüsant und kurzweilig die Bewerberinnen befragte und ihnen die Bühne für ihre Vorstellung gab. Alle drei stellten sich, ihre Leidenschaft für den Hopfen und ihre Pläne als Repräsentantin für das „Grüne Gold“ der Hallertau vor und begeisterten durchweg das Publikum. Dieses hatte dann tatsächlich die sprichwörtliche Qual der Wahl und musste in zwei Wahlgängen über die Platzierungen entscheiden.

Das Ergebnis lautete schließlich: Hallertauer Hopfenkönigin 2025/2026:

  • Hallertauer Hopfenkönigin 2025/2026: Theresa Eisenrieder (25) / Oberpindhart, Siegelbezirk Mainburg
  • Hallertauer Vize-Hopfenkönigin 2025/2026: Franziska Mitterhuber (20) / Frickendorf, Siegelbezirk Pfaffenhofen
  • Hallertauer Hopfenprinzessin 2025/2026: Anna Kappelmeier (24) / Brunn, Siegelbezirk Geisenfeld

Unmittelbar nach der Wahl strömten zahlreiche Ehrengäste vom Bürgermeister Jens Machold über den Hallertauer Verbandsvorsitzenden Karl Pichlmeyer und Pflanzerpräsident Adi Schapfl bis hin zu den anderen Produktköniginnen zum Gratulieren auf die Bühne. Alle wünschten dem neuen Dreigestirn viel Spaß in ihrem Amt und freuten sich auf ein gutes Miteinander und viele spannende gemeinsame Termine.

Text: Hopfenpflanzerverband Hallertau e.V.

 

1. Mainburger Straßenmusikpreis verliehen

Mainburger Straßenmusikpreis „Die bunte Hopfasäule“ für A.L.L. Accoustic

Am 26.07.2025 spielten im Rahmen des Mainburger Altstadtfestes vier aus zahlreichen Bewerbungen ausgewählte Musik-Acts um den 1. Mainburger Straßenmusikpreis – „Die bunte Hopfasäule“. Der mit 500 Euro dotierte Musikpreis wurde vom Bündnis Bunte Hallertau organisiert.

An vier festen Plätzen rund ums Altstadtfest traten der Liedermacher Erik Stenzel aus Nürnberg, das Duo „A.L.L. Acoustic“ aus Regenstauf, die beiden jungen Trompeter von „da Kapo al fine“ aus München und der Blues- und Jazzvirtuose Olaf Lenke, ebenfalls aus München, auf. Die Besucher des Altstadtfests konnte dann online für ihren Favoriten abstimmen und eine Jury vergab weitere Punkte. Am Ende konnte sich das Duo „A.L.L. Acoustic“ über den ersten Platz freuen. Neben dem Preisgeld winkt ihnen nun auch ein Auftritt beim Mainburger Altstadtfest 2026.

Die Besuchern zeigten sich begeistert vom 1. Straßenmusikpreis und wünschten sich eine Wiederholung im nächsten Jahr.

Im Bild: Preisübergabe an das Duo „A.L.L. Acoustic“

 

Erfolgreiche Hundeführerscheinprüfung

Am 26.07.2025 nahmen vier Prüfungsteilnehmerinnen der Hundeschule Holledauer Pfoten Mainburg an der Hundeführerscheinprüfung des BHV teil.

Nach dem schriftlichen Prüfungsteil ging es für die Teilnehmerinnen zum Praxisteil, für den die Prüferin des BHV, Annika Böhme, aus Nürnberg angereist war. Alle Teilnehmerin absolvierten erfolgreich ihre Prüfungen. Ein besonderer Dank gilt hier auch den Helfern, die längere Wartezeiten im Regen aushalten mussten. Andrea Schönerwald, Trainerin der Hundeschule Holledauer Pfoten, freute sich, wieder einmal Hundebesitzer/innen durch die bestandene Hundeführerscheinprüfung mehr Sicherheit und Wissen im Umgang mit dem Hund an die Hand gegeben zu haben.

Foto: Christoph Weinberger

 

Sommerferien-Leseaktion 2025

Für die Sommerferien 2025 hat sich das Team der Stadtbibliothek Mainburg eine besondere Challenge ausgedacht: „Gemeinsam erlesen wir die Höhe der Alten Knabenschule!“ Kinder und Jugendliche lesen zusammen so viele Bücher, dass sie aufeinandergestapelt 19,3 Meter ergeben. Sei dabei und lies was geht!

Deine Teilnahme an der Aktion ist ganz einfach: Für jedes Bibliotheksbuch, das Du in den Sommerferien liest, füllst Du eine Bewertungskarte aus. Diese gibt es ab 01.08.2025 in der Stadtbibliothek oder zum Download unter www.stadtbibliothek-mainburg.de. Die Höhe der gelesenen Bücher wird dann bei der Rückgabe in der Stadtbibliothek gemessen und zum tagesaktuellen Stand hinzugerechnet.

Wer mindestens drei Bücher gelesen hat, nimmt außerdem an der Abschlussverlosung teil und kann brandneue Bücher und Gutscheine für Spielwaren, Kino oder Eis gewinnen. Beim großen Abschlussfest am 07.10.2025 besucht das Impro-Theater „Sterne und Staubsauger“ aus München die Bibliothek. Nimm teil an ihrer witzigen Show!

Also, nichts wie los: Ausleihen und Lesen was geht!

 

MAI Repair Café spendet an“9 Uhr Treff“

Am 22.06.2025 übergab die Vorstandschaft des MAI Repair Cafés beim Reparaturnachmittag eine Spende von 500 Euro an den „9 Uhr Treff“ der Caritas Mainburg.

Bei dieser Gruppe handelt es sich um ein offenes Angebot der Beratungstelle für seelische Gesundheit der Caritas Kelheim. Ein Hilfsangebot für Menschen, denen sonst Ansprechpartner fehlen, insbesondere bei persönlichen Problemen und Notlagen. Der 9 Uhr Treff um Leiterin Antonie Eder hält seit 27 Jahren vierzehntägige Frühstückstreffen ab, organisiert Ausflüge und Geburtstage. Interesse an einer Teilnahme? Meldet euch unter: Tel. 08751 8127898

Grüne-Bänder-Aktion „Wir sind Mainburg“

Mitmachen, dekorieren und gewinnen

Die ersten grünen Bänder schmücken schon unsere Stadt! Offiziell fiel der Startschuss für die Aktion beim Festabend des Jubiläums-Altstadtfestes „1200 Jahre Mainburg“, als die Besucher eine Menschen-Bänder-Schlange durch die Altstadt bildeten – begleitet von der Musik von Ritsch Ermeier, der für Mainburg den neuen Text auf einen englischen Pop-Song geschrieben hat: „Ziag a grünes Bandl durch die ganze Stodt!“

Das grüne Band „Wir sind Mainburg“ hat die Menschen beim Altstadtfest verbunden. Und das will es auch weiterhin. Es steht für das, was uns hier in der Stadt der Hallertau ausmacht: Zusammenhalt, gelebte Gemeinschaft, Identität und Heimat! Es steht dafür, dass alle gemeinsam viel erreichen können! Und dafür, dass es die Menschen sind, die eine Stadt erst lebenswert machen. Das grüne Band möchte unser Miteinander in Mainburg sichtbar machen.

 

Gewinnen

Alle Bürger, alle Vereine und alle Geschäfte sind herzlich eingeladen, Bänder in Fenstern, Schaufenstern, an Fassaden, an Balkongeländern, an Zäunen, an Briefkästen zu dekorieren – und mit jedem noch so kleinen Akzent zu zeigen „Wir sind Mainburg“. Wer ein Foto von seiner „Deko“ an das Stadtmarketing sendet, kann sein Bild vielleicht bald auf dem Instagram-Account der Stadt Mainburg, in der Hallertauer Zeitung oder im FRANNS Magazin wiederfinden und obendrein gewinnen! Am Ende des Jahres wird eine Jury die drei schönsten Bänder-Dekos auswählen. Zu gewinnen gibt es einen City-Gutscheine im Wert von 120 Euro und unsere Stadt-Chroniken für Platz 2 und 3.

 

Bänder holen, dekorieren, fotografieren und gewinnen

Die Bänder gibt es kostenlos im Bürgerbüro im Rathaus und bei der Hallertauer Zeitung – solange der Vorrat reicht. Schickt die Fotos eurer persönlichen Bänder-Deko per E-Mail an: 1200jahre@mainburg.de

 

 

Spende an die Mainburger Tafel vom MAI Repair Café

Die Vorstandschaft des MAI Repair Cafés übergab am Reparaturnachmittag im Mai 2025 eine Spende in Höhe von 1.000 Euro an die Leiterin der Tafel Mainburg, Gertrud Enzinger.

Das Geld stammt aus dem Fairtrade-Kaffee- und Kuchenverkauf, sowie aus den Spendeneinnahmen von Gästen des Repair Cafés. Gertrud Enzinger und der Vorsitzende des MAI Repair Cafés, Bernd Wimmer, waren sich einig: „Es ist schön, wenn durch Ehrenamt so vielen geholfen wird, den Kunden vom MAI Repair Café und den Kunden der Tafel Mainburg.“

Die Tafel ist um jeden Euro froh, um Waren wie Mehl, Milch, Nudeln, Eier usw. zukaufen zu können. Der Vorsitzende des MAI Repair Cafés, Bernd Wimmer, wies daraufhin, dass erfreulicherweise in der Bundesrepublik immer mehr Repair Cafés gegründet werden, bedauerlicherweise sich aber auch die Zahl der Tafeln bundesweit in den letzten 20 Jahren mehr als verdreifacht hat. Wimmer bedankte sich bei Gertrud Enzinger für Ihr ehrenamtliches Engagement und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass das MAI Repair Café weiterhin soziale Einrichtungen in und um Mainburg unterstützen kann.

 

SV Puttenhausen-Läufer meistern Lauf10 mit Rekordbeteiligung

Bei idealen Laufbedingungen meisterten 50 SV Puttenhausener den 10 km-Abschlusslauf des Lauf10 der Abendschau am 12.07.2025 in Wolnzach. Mit 2.700 Teilnehmern waren so viele Läufer und Walker wie noch nie am Start und die Mainburger Vorstädtler wurden als 3. stärkste Laufgruppe überhaupt erwähnt. Besonders stolz sind die Verantwortlichen darüber zahlreiche Neueinsteiger den Laufsport näher gebracht zu haben. Nach 10 Wochen schweißtreibender Vorbereitung wurde der Erfolg im Anschluss gebührend gefeiert.

Das Lauftraining unter dem Motto „Dem Körper was gutes Tun“ wird in 2026 beim SV Puttenhausen weitergeführt.

Fotos: SV Puttenhausen

Zukunft Krankenhaus: Mainburger informieren sich am Gesundheitszentrum Schongau

Auf Initiative von Mainburgs Zweiter Bürgermeisterin Hannelore Langwieser (CSU) hat am 05.08.2025 eine Gruppe aus Mainburg das sektorenübergreifende Gesundheitszentrum „SOGESUND“ in Schongau besucht. Ziel des Ortstermins war es, sich ein umfassendes Bild von der seit März 2024 laufenden Umstrukturierung zu machen. Im Austausch mit Landrätin Andrea Jochner-Weiß (CSU), Geschäftsführer Thomas Lippmann und der kaufmännischen Leiterin Gerda Hutter ging es um Versorgungssicherheit, Strukturentwicklung, politische Rahmenbedingungen und zukunftsfähige Modelle für die medizinische Versorgung im ländlichen Raum.

 

Im Bild (v.l.n.r.):
Björn Wilhelm, Thomas Lippmann, Gerda Hutter, Anna Lechner, Andrea Jochner-Weiß, Hannelore Langwieser, Sebastian Langwieser.

 

Ambulant und stationär verzahnt

Mit der Konzentration des stationären Regelbetriebs auf Weilheim und der Neuausrichtung in Schongau ist eine neue Versorgungsstruktur entstanden: das Gesundheitszentrum „SOGESUND“. Der Name spielt auf das Kfz-Kennzeichen „SOG“ für Schongau an – und steht zugleich für das sektorenübergreifende Versorgungskonzept im Landkreis. Ambulante und stationäre Leistungen werden hier eng verzahnt – gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB), medizinischen Versorgungszentren (MVZ), niedergelassenen Fachärzten und weiteren Partnern. Ziel ist eine effiziente, ortsnahe Versorgung mit hoher medizinischer Qualität. Für die Besucher aus Mainburg bot sich positiver erster Eindruck: Die Einrichtung wurde baulich modernisiert und wirkt hell, funktional und patientenorientiert. Auch das Versorgungskonzept überzeugte – sowohl inhaltlich als auch wirtschaftlich.

 

Keine Leistungsgruppen notwendig

Ein zentraler Punkt: Auf die Frage der Mainburger zum Thema Leistungsgruppen – einem Begriff aus der Krankenhausfinanzierung, der zuletzt in der Diskussion um das Mainburger Krankenhaus eine Rolle spielte – erklärte Geschäftsführer Lippmann, dass diese für das Modell in Schongau nicht erforderlich seien, auch nicht für die stationären Anteile, die dort gezielt vorgehalten werden. Gleichwohl werde für Schongau vorsorglich die Beantragung der Leistungsgruppen Allgemeinchirurgie und Allgemeine Innere Medizin erfolgen – nicht aus inhaltlicher Notwendigkeit, sondern zur reinen Absicherung. Die Entscheidung hierfür liege aus Lippmanns Sicht bei der Geschäftsführung. Für den Geschäftsführer viel relevanter ist das konkrete Leistungsangebot und die sinnvolle Aufgabenteilung innerhalb des Klinikverbunds. Die Diskussion um formale Kriterien stelle aus Lippmanns Sicht häufig einen Nebenschauplatz dar und lenke vom eigentlichen Ziel ab: einer bedarfsgerechten und finanzierbaren Gesundheitsversorgung.

 

Was Schongau und Mainburg verbindet

Im Landkreis Weilheim-Schongau bestanden – wie in der Hallertau – zwei Plankrankenhäuser in der Trägerschaft des Landkreises. Mit dem Projekt SOGESUND wurde ab März 2024 ein neuer Weg eingeschlagen. Auch hier gab es zunächst Widerstände und einen Bürgerentscheid. Die Folge: Vertrauensverlust, Patientenschwund, Personalabgang. Viele Sorgen ähnelten jenen, die derzeit in Mainburg geäußert werden. „So gut die Initiative gemeint gewesen sein mag – sie hat die Unsicherheit verschärft und uns an den Rand der Existenz gebracht“, so Lippmann. Heute sehe man jedoch deutliche Fortschritte und ein wachsendes Vertrauen in das neue Modell – sowohl bei der Bevölkerung als auch beim Personal.

 

Landrätin Jochner-Weiß: „Erfolg braucht Zusammenhalt“

Landrätin Andrea Jochner-Weiß (CSU) betont, dass der Erfolg solcher Modelle vom Zusammenhalt aller Beteiligten abhänge: Kreistag, Klinikleitung, Beschäftigte sowie Bürgerinnen und Bürger. Zwei Plankrankenhäuser nebeneinander in einem Landkreis seien vor dem Hintergrund gesundheitspolitischer Vorgaben nicht mehr leistbar. Es gehe nicht darum, was die Politik im Großen wolle, sondern darum, was gut für die Menschen im Landkreis sei. Die Lösung müsse den Bedürfnissen gerecht werden und finanzierbar sein. Genau das sei das Ziel in Schongau.

 

Spezialisierung als wirtschaftliches Prinzip

Geschäftsführer Lippmann stellte klar: Ein wirtschaftlicher Betrieb funktioniere nur durch eine klare Spezialisierung – ambulante Leistungen in Schongau, stationäre Versorgung in Weilheim. Diese Trennung schaffe Effizienz, sichere Qualität und sei Grundlage für tragfähige Strukturen. Eine pauschale Doppelausstattung führe hingegen zu Überkapazitäten und gefährde die finanzielle Stabilität.

Dadurch gestalte sich der Betrieb sowohl des Plankrankenhauses als auch des Zentrums wirtschaftlicher: Die OP-Kapazitäten in Weilheim würden nicht länger durch ambulante Eingriffe gebunden, was dort die Effizienz erhöhe. Gleichzeitig sei es auch für Patientinnen und Patienten attraktiv, da ambulante Operationen angeboten werden – bei gleichzeitiger Möglichkeit, auf eigenen Wunsch zur Nachsorge auf der Station im Gesundheitszentrum zu bleiben.

 

Medizinischer Mehrwert gegenüber früher

Die kaufmännische Leiterin Gerda Hutter machte deutlich, dass inzwischen deutlich mehr Fachärztinnen und Fachärzte tagsüber im Haus tätig seien, als dies noch in Zeiten der alten Struktur der Fall gewesen sei: Heute habe man Diabetologie, Orthopädie, Gastroenterologie, Onkologie und ab Oktober auch Neurologie im Portfolio. Die Versorgung erfolge sowohl durch festangestelltes Personal als auch durch sogenannte Hybridärzte, die auch im Partnerhaus in Weilheim tätig sind. Nicht ohne Stolz erklärte Hutter, man habe zu Beginn um jeden Arzt kämpfen müssen, inzwischen gebe es eine große Nachfrage von Fachärztinnen und Fachärzten, dort zu praktizieren. Das Modell biete Flexibilität und helfe dem ärztlichen Personal, Familie und Beruf besser in Einklang zu bringen.

 

Rund-um-die-Uhr-Versorgung

Neben dem erweiterten Tagesangebot steht im Zentrum auch eine Station mit ärztlicher Betreuung rund um die Uhr zur Verfügung. Hier kann die Anschlussversorgung von Notfallpatienten oder auch eine Nachsorge nach ambulanten Eingriffen erfolgen. Aus Sicht der Geschäftsführung mache die durchgehende ärztliche Präsenz den Unterschied zu einer reinen Tagesklinik deutlich und unterstreiche die Stärke des sektorenübergreifenden Konzepts.

 

Notfallversorgung im Alltag gesichert

Auch die Notfallversorgung bei alltäglichen Verletzungen wurde thematisiert. Gerda Hutter betonte, dass die Notfallambulanz werktags von 8 bis 18 Uhr ärztlich und pflegerisch besetzt ist und genau solche Fälle gut versorgt werden können. Dies wurde im Vorfeld mit dem Rettungsdienst abgestimmt – ebenso wie die Frage, welche Krankheitsbilder vor Ort behandelt werden und welche zwingend ein voll ausgestattetes Krankenhaus erfordern.
Geschäftsführer Lippmann ergänzte, dass sich die Zahl der Patientenkontakte in der Ambulanz inzwischen fast auf dem Niveau der früheren 24-Stunden-Notaufnahme bewegt – ein klares Signal, dass das neue Modell angenommen wird. Schwere Fälle müssen ohnehin weiterhin – wie früher – rund um die Uhr in spezialisierte Kliniken gebracht werden.

 

Versorgung bei Arbeitsunfällen

Auch die Versorgung bei Arbeits- und Schulunfällen wurde thematisiert. Gerda Hutter stellte klar: Für Schul- und Arbeitsunfälle stehe werktags ein sogenannter D-Arzt mit berufsgenossenschaftlicher Zulassung zur Verfügung. Das Gesundheitszentrum sei entsprechend ausgestattet, um diese Verletzungen sachgerecht zu versorgen. Die Berufsgenossenschaft unterstütze das Modell.

 

Zweite Bürgermeisterin Langwieser appelliert: Zusammenstehen!

Eines steht für Hannelore Langwieser nach dem Besuch in Schongau fest: Jetzt ist Zusammenhalt gefragt. Sie dankte allen Engagierten für ihre Beiträge, betonte jedoch, wie wichtig es sei, in der Sache gemeinsam, lösungsorientiert und transparent voranzukommen. „Es geht darum zu zeigen, wie sehr uns unser Krankenhaus am Herzen liegt – nicht darum, sich persönlich zu profilieren. Persönliche Inszenierungen und unrealistische Maximalforderungen wirkten wie Sand im Getriebe und gefährdeten die Existenz der medizinischen Versorgung vor Ort.

Von Landkreis und Klinikleitung erwartet Langwieser, öffentlich zu bestätigen, dass Leistungsgruppen für den Standort Mainburg weiterhin beantragbar sind – unabhängig von Fristen. Langwieser betont, nach dem Informationsbesuch sei deutlich geworden: Die Beantragung von Leistungsgruppen liege in der Verantwortung der Klinikgeschäftsführung. Für eine sektorübergreifende Versorgungseinrichtung seien sie zwar nicht erforderlich, aber auch nicht nachteilig. Deshalb appelliert sie an den Verwaltungsrat der Ilmtalklinik GmbH, sich – analog zur Praxis in Schongau – für eine vorsorgliche Beantragung am Standort Mainburg einzusetzen. Vom Landkreis fordert sie zusätzlich, Klarheit über das Leistungsprofil und die künftige Aufgabenverteilung zwischen Mainburg und Pfaffenhofen zu schaffen. „Ziel muss ein klarer Mehrwert für Mainburg sein – im besten Fall auch für Pfaffenhofen.“

 

Blick auf das Angebot des sektorübergreifenden Versorgungszentrums SOGESUND

  • deutlich erweitertes Facharztportfolio (u.a. Neurologie, Gynäkologie, Orthopädie, Diabetologie)
  • Physiotherapie
  • Ambulante Operationen und Schmerztherapie
  • Basislabor, Röntgen
  • Notfallambulanz (werktags 8:00–18:00 Uhr)
  • Internistische Station mit 24/7-Betreuung
  • Reha-Angebote, geriatrische Versorgung
  • D-Arzt-Zulassung für BG-Fälle
  • Permanenter Notarzt vor Ort

 

Fotos: CSU Mainburg