Deutsche Glasfaser informiert über Glasfaser-Technologie

Filme, Serien oder Nachrichten streamen, im Homeoffice arbeiten, gamen oder telefonieren – in unserem Alltag läuft sehr viel digital. Tendenz: weiter stark steigend. Dafür ist eine stabile und konstant schnelle Internet-Verbindung essenziell. Das Unternehmen Deutsche Glasfaser möchte ein Glasfaser-Netz in Mainburg bauen. Thomas Straßer, Projektleiter von Deutsche Glasfaser, erläutert hier die Hintergründe.

 

Herr Straßer, Deutsche Glasfaser ist aktuell im Rahmen einer Nachfragebündelung in Mainburg unterwegs, um das Interesse für einen Glasfaser-Anschluss bei den Bürgerinnen und Bürgern zu erfragen. Warum ist das notwendig?

Straßer: Deutsche Glasfaser will das Netz in Mainburg privatwirtschaftlich ausbauen. Das heißt, es werden keinerlei Gelder aus der Gemeinde-Kasse benötigt. Damit wir unser Vorhaben dennoch wirtschaftlich gestalten können, ist die Beteiligung einer Mindestanzahl an anschließbaren Haushalten notwendig.

 

Die meisten Bürgerinnen und Bürger haben bereits einen funktionierenden Internetanschluss. Warum sollten sie also jetzt wechseln?

Straßer: Bisher sind die Anwohnerinnen und Anwohner in Mainburg mit Kupfer- und Koaxialkabeln angeschlossen, nicht über Glasfaser. Wir sind nach unserer Recherche aktuell der einzige Anbieter, der konkrete Planungen für die Verlegung eines echten Glasfaser-Netztes in Mainburg hat. „Echt“ bedeutet, dass wir FTTH- Anschlüsse verlegen. Das steht für „Fiber to the Home“ und meint, dass die Glasfaser-Leitungen bis ins eigene Zuhause verlegt werden. So ist eine stabilere und vor allem deutlich schnellere Datenübertagung möglich als mit herkömmlichen Kabeln. Mit einem Glasfaser-Anschluss wird eine Downloadgeschwindigkeit von bis zu einem Gbit/s Sekunde erreicht, das ist 40-mal schneller als der deutsche Durchschnitt, der mit nur rund 25 Mbit/s unterwegs ist.

Wer sich in der Nachfragebündelung für einen Anschluss von Deutsche Glasfaser entscheidet, für den fallen außerdem im Rahmen der Nachfragebündelung die Anschlusskosten weg, eine deutliche Ersparnis von mindestens 1.500 Euro.

 

Aber ist mein aktueller Anschluss denn nicht absolut ausreichend?

Straßer: Die Zahl der digitalen Anwendungen, die in Haushalten genutzt werden, steigt stetig. Um diese zu nutzen ist immer mehr Bandbreite erforderlich. Und das zuverlässig. Das ist bei Kupfer- oder Koaxialkabeln nicht immer der Fall. Denn je weiter ein Haushalt vom Verteilerkasten auf der Straße entfernt ist, desto geringer die Stärke des Signals. Das bedeutet, dass in einzelnen Haushalten lediglich ein Bruchteil der eigentlich gebuchten Leistung ankommt.

Und auch benachbarte Kupferleitungen können sich gegenseitig stören. Das haben sie vielleicht auch schon einmal selbst erlebt, wenn sie in einem größeren Mehrfamilienhaus zur Stoßzeit mit vielen anderen Bewohnern parallel im Internet unterwegs waren. Da kann es beim Streamen von Filmen oder Laden von Webseiten zu Verzögerungen kommen. Dieser Störfaktor ist bei einem reinen Glasfasernetz nicht gegeben.

 

Aktuell tut sich in Sachen Digitalisierung viel. Kann es sein, dass ich in ein paar Jahren wieder eine neue Technologie nutzen muss?

Straßer: Nein, das wird nicht nötig sein. Denn die Glasfaser-Anschlüsse haben extrem große Breitbandreserven und sind für noch weit höhere Geschwindigkeiten geeignet. Aber sie haben noch einen weiteren Vorteil, und zwar wenn es um Nachhaltigkeit geht: FTTH ist die energieeffizienteste und nachhaltigste Technologie für die Datenübertragung im Internet. Zukunftssichere FTTH-Netze verbrauchen bis zu achtmal weniger Strom als herkömmliche Festnetz-Technologien.

 

Wie und wo können sich die Mainburger BürgerInnen über einen Glasfaseranschluss informieren?

Straßer: Wir haben in Mainburg einen Servicepunkt im Rathaus eingerichtet: Beratungsraum, Marktplatz 1 – 4, 84048 Mainburg. Dieser ist immer freitags von 12:00 – 16:00 Uhr besetzt (Weihnachtspause: 23.12.2024 – 01.01.2025). Außerhalb unserer Öffnungszeiten kann auch ein individueller Termin unter: Tel. 02861 8133 211 vereinbart werden. Außerdem werden unsere Berater die Bürgerinnen und Bürger zuhause besuchen und auf Wunsch persönlich beraten.

Die Nachfragebündelung in Mainburg läuft noch bis zum 01. Februar 2025.

 

Im Bild (v.l.n.r.): Thomas Straßer, Projektleiter Deutsche Glasfaser und Bürgermeister Helmut Fichtner haben einen Kooperationsvertrag für das Glasfaser-Netz in Mainburg geschlossen.

 

Foto: Deutsche: Glasfaser