{"id":21002,"date":"2025-08-22T14:01:27","date_gmt":"2025-08-22T14:01:27","guid":{"rendered":"http:\/\/franns.de\/?p=21002"},"modified":"2025-08-22T14:01:27","modified_gmt":"2025-08-22T14:01:27","slug":"barthhaas-bericht-2025-hopfenwirtschaft-kaempft-mit-ueberschuessen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/franns.de\/?p=21002","title":{"rendered":"BarthHaas-Bericht 2025 \u2013 Hopfenwirtschaft k\u00e4mpft mit \u00dcberschu\u0308ssen"},"content":{"rendered":"<p>Der strukturelle Wandel in der Hopfenbranche mit sinkenden Anbaufl\u00e4chen und zugleich einer \u00dcberversorgung des Marktes hat sich auch 2024 fortgesetzt: Die weltweite Hopfenanbaufl\u00e4che ging das dritte Jahr in Folge zuru\u0308ck \u2013 von 2023 auf 2024 allein um 7,7 Prozent auf 55.715 Hektar. Das geht aus dem <a href=\"https:\/\/www.barthhaas.com\/de\/ressourcen\/barthhaas-bericht-24-25\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BarthHaas-Bericht 2024\/2025<\/a> hervor, den der weltweit fu\u0308hrende Hopfenspezialist im Rahmen einer Online- Pressekonferenz am 22. Juli vorstellte.<\/p>\n<p>Dabei stieg Deutschland wieder an die Spitze der Hopfenanbaul\u00e4nder auf, da sich der Fl\u00e4chenru\u0308ckgang in Deutschland aufgrund bestehender Vorvertr\u00e4ge verz\u00f6gerte. 2024 wurden in Deutschland lediglich 1,6 Prozent der Fl\u00e4chen aufgegeben. In 2025 wird nur noch auf 18.962 Hektar Hopfen angebaut, was einem Ru\u0308ckgang von 7 Prozent entspricht. Stilllegungen in gravierendem Umfang trafen indessen die USA, wo die Anbaufl\u00e4chen um fast 18 Prozent auf 18.513 Hektar im Jahr 2024 sanken. Mit gro\u00dfem Abstand auf Platz 3 positioniert sich weiterhin Tschechien mit 4.845 Hektar.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Erntemenge schrumpft weltweit<\/h4>\n<p>In geringerem Ausma\u00df \u2013 mit -3,9 Prozent auf 113.528 Tonnen \u2013 war auch die globale Erntemenge 2024 ru\u0308ckl\u00e4ufig. Dennoch stieg der Gehalt an Alphas\u00e4ure im Hopfen leicht an \u2013 um 1,0 Prozent auf 11.912 Tonnen. Im weltweiten Durchschnitt lag er bei der Ernte des vergangenen Jahres bei 10,5 Prozent, nach 10,0 Prozent im Vorjahr. Wie 2023 verschob sich bei Ernte- und Alpha-Ertrag auch 2024 das Verh\u00e4ltnis von Aromahopfen zu Bitterhopfen zu Gunsten des Bitterhopfens.<\/p>\n<p>Die Alphas\u00e4ure ist der fu\u0308r das Bierbrauen wichtigste Bestandteil des Hopfens und fu\u0308r die Bittere des Biers verantwortlich. Hopfenpflanzer verkaufen ihre Hopfen zum Teil auf Basis der gelieferten Alphamenge, und in den Vertr\u00e4gen mit den Brauereien ist die Alphas\u00e4ure ebenfalls h\u00e4ufig ein Preisfaktor.)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Zahl der Hopfenbauern geht zuru\u0308ck<\/h4>\n<p>Im Zuge des Strukturwandels setzte sich auch 2024 die Branchenkonzentration weiter fort: In Deutschland stellten weitere 31 Hopfenpflanzer die Produktion ein. Die durchschnittliche bewirtschaftete Anbaufl\u00e4che der verbliebenen 1.009 Betriebe stieg 2024 um 0,3 Hektar auf auf 20,1 Hektar.<\/p>\n<p>Damit kommt der Wandel aber noch nicht zu seinem Ende: \u201eDer Markt bleibt weiterhin strukturell u\u0308berversorgt und die Hopfenwirtschaft k\u00e4mpft mit \u00dcberschu\u0308ssen, die zwar weitestgehend vorvertraglich verkauft, aber nicht verbraucht sind\u201c, erl\u00e4utert Heinrich Meier, der Verfasser des BarthHaas-Berichts. \u201eWeitere Fl\u00e4chenreduzierungen sind daher unumg\u00e4nglich, um den Markt wieder ins Gleichgewicht zu bringen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Biere mit weniger Hopfen bevorzugt<\/h4>\n<p>Der sinkende Bedarf an Hopfen erkl\u00e4rt sich durch einen weltweit ver\u00e4nderten Biermarkt: \u201eDer Trend zu Mainstream-Bieren sowie alkoholfreien und -armen Varianten setzte sich 2024 fort und gewann sogar noch an Dynamik\u201c, erkl\u00e4rt Thomas Raiser, Gesch\u00e4ftsfu\u0308hrer von BarthHaas. \u201eDiesen Bierstilen wird im Allgemeinen weniger Hopfen zugesetzt.\u201c<\/p>\n<p>Auch im Craftbier-Segment ist eine sinkende Hopfendosierung zu beobachten, zum einen aufgrund der vermehrten Verwendung effizienter Hopfenprodukte, zum anderen durch den Wandel hin zu unterg\u00e4rigen, klassischen Bierstilen mit moderaterem Hopfeneinsatz.<\/p>\n<p>Neben den ver\u00e4nderten Trends spielen, insbesondere in den traditionellen Bierl\u00e4ndern der westlichen Industrienationen, weitere Faktoren eine Rolle fu\u0308r die ru\u0308ckl\u00e4ufige Hopfennachfrage: eine alternde Bev\u00f6lkerung, der Wettbewerb durch eine deutlich gewachsene Getr\u00e4nkevielfalt und nicht zuletzt eine sinkende Kaufkraft in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Verl\u00e4sslicher Unterstu\u0308tzer in schwierigen Zeiten<\/h4>\n<p>Das Marktumfeld bleibt also herausfordernd: Eine schw\u00e4chelnde und zunehmend kostenbewusste Nachfrage seitens der Brauindustrie, die auf gu\u0308nstige Marktpreise hofft, trifft auf steigende Produktionskosten, bedingt durch Inflation bei Energie, Betriebsmitteln und L\u00f6hnen.<\/p>\n<p>BarthHaas ist in dieser Situation als exzellenter Kenner der Entwicklungen im Bier- und Getr\u00e4nkesektor mehr denn je ein verl\u00e4sslicher Unterstu\u0308tzer seiner Lieferanten und Kunden. \u201eWir zeigen Brauereien und anderen Getr\u00e4nkeherstellern, wie sie aktuelle Trends fu\u0308r sich nutzen k\u00f6nnen\u201c, so Thomas Raiser. \u201eHopfen ist eine ganz besondere Zutat \u2013 er kann der Schlu\u0308ssel fu\u0308r Vielfalt, Clean-Label-Produkte und geschmacksentscheidend fu\u0308r wachstumsstarke No &amp; Low-Kategorien sein.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p class=\"qua-blog-post-description\">Der strukturelle Wandel in der Hopfenbranche mit sinkenden Anbaufl\u00e4chen und zugleich einer \u00dcberversorgung des Marktes hat sich auch 2024 fortgesetzt: Die weltweite Hopfenanbaufl\u00e4che ging das dritte Jahr in Folge zuru\u0308ck \u2013 von 2023 auf 2024 allein um 7,7 Prozent auf 55.715 Hektar. 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