{"id":19064,"date":"2024-02-20T15:33:18","date_gmt":"2024-02-20T15:33:18","guid":{"rendered":"http:\/\/franns.de\/?p=19064"},"modified":"2024-02-20T15:33:18","modified_gmt":"2024-02-20T15:33:18","slug":"statement-von-csu-und-jl-zum-krankenhaus-mainburg","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/franns.de\/?p=19064","title":{"rendered":"Statement von CSU und JL zum Krankenhaus Mainburg"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>Statement der CSU-Kreisvorsitzenden Petra H\u00f6gl, CSU-Kreistagsfraktionssprecher Michael Ra\u00dfhofer und stv. Junge Liste (JL) -Kreistagsfraktionssprecher Simon Steber, Mainburgs CSU-Ortsvorsitzenden Michael H\u00e4tscher und CSU-Stadtratsfraktionssprecher Thomas Kastner zur gef\u00fchrten Debatte im Zusammenhang mit dem Mainburger Krankenhaus<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Die Anteilnahme und das Engagement zahlreicher B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger zum Erhalt des Mainburger Krankenhauses sind beeindruckend. Wir alle machen uns verst\u00e4ndlicherweise Sorgen um die Strukturen der Gesundheitsversorgung in unserer Heimat. Dabei geht es vor allem auch um die Frage, ob und wie die gesundheitliche Versorgung im akuten Notfall gew\u00e4hrleistet wird.<\/p>\n<p>Als Verantwortungstr\u00e4ger der CSU im Landkreis und der CSU und JL im Kelheimer Kreistag sowie der CSU in Mainburg nehmen wir die \u00c4ngste und die Sorgen der Menschen sehr ernst. Uns besch\u00e4ftigen und bewegen die Diskussionen der letzten Tage sehr, oft bis tief in die Nacht. Wir machen uns noch mehr als bisher intensiv Gedanken \u2013 auch aufgrund zahlreicher Gespr\u00e4che, die wir mit B\u00fcrgern, Ehrenamtlern oder auch Unternehmern in und um Mainburg zu diesem Thema f\u00fchren \u2013 wie wir f\u00fcr die Menschen in der Region Mainburg auch weiterhin eine gute, ja eine optimale medizinische Versorgung, gerade im akuten Notfall, sichern k\u00f6nnen. Denn uns ist bewusst, wie eng eine gute Notfallversorgung mit dem Wohlergehen und der Sicherheit der Menschen verbunden ist.<\/p>\n<p>Weil uns das Wohlergehen und die Sicherheit der Menschen so sehr am Herzen liegen, d\u00fcrfen wir aber nicht die Augen vor den riesigen Herausforderungen verschlie\u00dfen, vor denen das Mainburger Krankenhaus auch jetzt wieder steht. So wie zahlreiche weitere, vor allem kleinere Krankenh\u00e4user der Grundversorgung landauf und landab. Denn mit der geplanten Krankenhausreform treibt der Bund durch starre Strukturvorgaben und gestiegenen Anforderungen an medizinische Leistungen eine Spezialisierung der Krankenh\u00e4user voran, welches gerade die kleineren \u201eAllgemeinkrankenh\u00e4user\u201c im l\u00e4ndlichen Raum mit voller H\u00e4rte trifft und schon jetzt zu einem Krankenhaussterben f\u00fchrt. Die Reform des Bundes sieht n\u00e4mlich vor, dass kleinere H\u00e4user nicht mehr alles anbieten, sondern sich auf bestimmte Eingriffe beschr\u00e4nken sollen. Erschwerend hinzu kommt, dass vor allem die kleineren \u201eAllgemeinkrankenh\u00e4user\u201c, wie es das Mainburger Haus mit seinen 90 Betten ist, schon heute finanziell mit dem R\u00fccken zur Wand stehen. Die h\u00f6heren Entgelte, welche genau diese Klinken von den Krankenkassen erstattet bekommen, reichen bei weitem nicht aus, um die steigenden Kosten auf der Ausgaben-Seite auszugleichen. Mit der Folge, dass der Landkreis das f\u00fcr Mainburg anteilige Defizit der Ilmtalklinik, dem Klinikverbund zwischen dem Krankenhaus Pfaffenhofen und dem Krankenhaus Mainburg, auf eigene Kosten ausgleichen muss. F\u00fcr das Jahr 2023 war dies im Klinikverbund der Ilmtalklinik trotz einer Bettenauslastung von 83 Prozent ein Defizit von rund 17,5 Millionen Euro. Im Jahr 2024 soll sich das Defizit nach einer ersten Prognose deutlich auf knapp 23 Millionen Euro erh\u00f6hen. Eine Defizitsteigerung um mehr als 30 Prozent ist somit f\u00fcr dieses Jahr prognostiziert. Ausgehend von diesen Zahlen bedeutet dies konkret f\u00fcr den Landkreis Kelheim f\u00fcr die Jahre 2023 und 2024 ein anteilig auszugleichendes Defizit in H\u00f6he von in Summe knapp 11 Millionen Euro. Diese Defizite werden gr\u00f6\u00dftenteils \u00fcber die Umlage der Kommunen an den Landkreis finanziert. Als CSU\/JL ist uns in diesem Zusammenhang wichtig zu betonen, dass f\u00fcr uns bei Entscheidungen rund um das Mainburger Krankenhaus bis dato finanzielle Zw\u00e4nge bzw. anfallende Defizite nicht ausschlaggebend waren und sind. Denn die gesundheitliche Versorgung der Bev\u00f6lkerung darf nicht ausschlie\u00dflich betriebswirtschaftlich gesehen werden!<\/p>\n<p>Zugleich machen die hohen Defizite und der rasante Anstieg dieser jedoch deutlich, dass man nicht weitermachen kann, wie bisher und \u00c4nderungen leider unvermeidbar sind. Weitere Herausforderungen im Gesundheitswesen, wie die Zunahme ambulanter Eingriffe, bei denen der Patient unmittelbar oder wenige Stunden nach der Operation wieder nach Hause kann oder auch der Fachkr\u00e4ftemangel bei \u00c4rzten und Pflegern, werden zunehmend zur Belastung f\u00fcr kleinere Krankenh\u00e4user wie das Mainburger Haus. So konkurriert die Ilmtalklinik mit ihren H\u00e4usern in Pfaffenhofen und Mainburg etwa im Wettbewerb um gute \u00c4rzte mit den gro\u00dfen Kliniken in den Ballungszentren, die ebenso den Fachkr\u00e4ftemangel zu bew\u00e4ltigen haben.<\/p>\n<p>All diese und weitere Herausforderungen m\u00fcssen wir jetzt aktiv angehen, damit wir diese auch selbst mitgestalten k\u00f6nnen. Dies geht auch nur gemeinsam mit unserem Partner, der Ilmtalklinik in Pfaffenhofen. Denn unabh\u00e4ngig von jeglicher Emotion m\u00fcssen wir der Realit\u00e4t ins Auge sehen und uns mit den Fakten besch\u00e4ftigen. Das bedeutet: wir m\u00fcssen jetzt handeln, bevor uns jegliche Gestaltungsm\u00f6glichkeit genommen wird und wir m\u00f6glicherweise in ein paar Jahren keine \u201evern\u00fcnftige\u201c \u00e4rztliche Notversorgung in der Region mehr haben. Was uns jetzt nicht hilft sind Vorschl\u00e4ge anderer Parteien, die etwa die Beibehaltung des \u201eStatus Quo\u201c gepr\u00fcft haben wollen, wohlwissend, dass aufgrund der riesigen Herausforderung dies leider in keinster Weise realistisch ist. Solche Forderungen tragen nur zur Verunsicherung der Bev\u00f6lkerung bei. Daf\u00fcr ist das Thema viel zu ernst. Daher fordern wir einen klaren Fokus auf die Fakten und die Realit\u00e4t, auch wenn die Thematik verst\u00e4ndlicherweise sehr emotional und schwierig ist. Pfaffenhofens Freie W\u00e4hler Landrat Albert G\u00fcrtner, Aufsichtsratsvorsitzender der Ilmtalklinik, hat aus seiner Sicht wiederholt klargestellt, dass man n\u00fcchtern betrachtet feststellen m\u00fcsse, dass \u201edas Mainburger Haus in seiner derzeitigen Form nicht zukunftsf\u00e4hig\u201c sei \u201eund zwar mit oder ohne Pfaffenhofen.\u201c<\/p>\n<p>Daher wollen wir als CSU\/JL im engen Schulterschluss mit der Bev\u00f6lkerung erreichen, insbesondere die gesundheitliche Notfallversorgung der ganzen Region langfristig zu sichern. Die Menschen m\u00fcssen wissen, dass bei einem akuten Notfall schnell die ben\u00f6tigte Hilfe mit Notarzt und Rettungsdienst kommt und die Patienten in besten H\u00e4nden sind. Weiter wollen wir, dass bei einer m\u00f6glichen Neuausrichtung der medizinischen Versorgung insbesondere eine gute Versorgung von Betriebsunf\u00e4llen ber\u00fccksichtigt wird. Ebenso ist die vorhandene Rettungsinfrastruktur mitzudenken, denn diese darf bei \u00c4nderungen nicht zu Lasten des Ehrenamtes gehen. Dies ist f\u00fcr uns Richtschnur unseres Handelns. Trotz aller Herausforderungen werden wir im weiteren Verlauf der Debatte um das Medizingutachten der Region 10 alle Hebel in Bewegung setzen, das medizinisch bestm\u00f6gliche \u2013 vor allem im Notfall &#8211; f\u00fcr Mainburg zu erreichen. Daher bleiben wir auch weiter im engen Austausch mit Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach, die \u00fcber die Situation in Mainburg bestens informiert ist. Parallel beobachten wir und warten darauf, dass der Bund endlich konkrete Fakten bei der Krankenhausreform liefert. Ebenso soll der Austausch mit der Bayerischen Krankenhausplanung fortgesetzt werden. Und: wir wollen und brauchen Planungssicherheit f\u00fcr das medizinische und pflegerische Personal am Mainburger Krankenhaus, die hervorragende Arbeit leisten. Diese Planungssicherheit ist zeitnah aufzuzeigen.<\/p>\n<p>Am 28. Februar besteht auf Initiative unserer Landtagsabgeordneten Petra H\u00f6gl f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung die M\u00f6glichkeit, sich ausf\u00fchrlich und transparent zu der im Kreistag vorgestellten Medizinstrategie f\u00fcr Kliniken der Region 10 und dessen betrachteten Varianten in der Mainburger Stadthalle zu informieren. Es soll dabei aufgezeigt werden, welche Leistungen derzeit am Mainburger Krankenhaus angeboten werden. Ebenso soll detailliert dar\u00fcber informiert werden, was die in der Diskussion favorisierte Variante f\u00fcr Mainburg konkret bedeuten k\u00f6nnte. Etwa, dass in Mainburg ein erweitertes regionales medizinisches Gesundheitszentrum (ERGZ) mit einer Notfallpraxis entstehen k\u00f6nnte, welches rund um die Uhr bei Notf\u00e4llen verf\u00fcgbar w\u00e4re und Fachabteilungen, wie die Endoprothetik unter Dr. Pausch, erhalten bleiben. Daneben sollen bei der B\u00fcrgerinformation auftretende Fragen beantwortet und Anregungen in die weitere Debatte des Kelheimer Kreistages aufgenommen werden.<\/p>\n<p>Klarstellen m\u00f6chten wir an dieser Stelle, dass es bei der Kreistagssitzung darum geht, Landrat Martin Neumeyer ein Mandat f\u00fcr die Teilnahme an Verhandlungen f\u00fcr die k\u00fcnftige Ausrichtung der Medizinregion zu erteilen.<\/p>\n<p>Wir sind uns unserer Verantwortung f\u00fcr die Menschen bewusst.<\/p>\n<p>Petra H\u00f6gl, Vorsitzende CSU im Landkreis Kelheim, MdL<br \/>\nMichael Ra\u00dfhofer, Sprecher CSU-Kreistagsfraktion<br \/>\nSimon Steber, stv. Sprecher JL-Kreistagsfraktion<br \/>\nMichael H\u00e4tscher, Vorsitzender CSU Mainburg<br \/>\nThomas Kastner, Sprecher CSU-Stadtratsfraktion<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p class=\"qua-blog-post-description\">Statement der CSU-Kreisvorsitzenden Petra H\u00f6gl, CSU-Kreistagsfraktionssprecher Michael Ra\u00dfhofer und stv. 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